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Richtig bewerben kann man lernen, Karrieberatung mit Jobcoach Freiburg Alexandra Feder

Beförderung - warum immer die Anderen?

Posted By afeder on 18. August 2009

Astrid W.. fragt:
 
Seit vielen Jahren bin ich seit Gründung in einer sehr großen Anwaltskanzlei beschäftigt. Wir haben einen größeren Pool an Schreibkräften. Ich werde oft als die gute Seele des Büros beschrieben, habe immer ein offenes Ohr für alle und würde mich auch fachlich als sehr gut einstufen zumal mir das auch meine Chefs immer wieder bestätigen. Trotzdem werde ich immer dann wenn es einen Wechsel in der Büroleitung gibt für diese Stelle nie berücksichtigt obwohl ich mir diesen kleinen Aufstieg durchaus auch vorstellen kann. Zudem nervt es mich, immer die Dinge für andere mit übernehmen zu müssen. Was kann ich tun?

Jobcoach Alexandra Feder antwortet:
 
Liebe Frau W., kann es sein, dass Sie Konflikte scheuen und Harmonie für Sie ganz weit oben steht, Sie dabei aber Ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle vergessen? Ich möchte Ihnen sagen, dass ich es sehr liebenswert und toll finde, wie Sie mit Ihren Kollegen umgehen, aber bleiben Sie dabei nicht manchmal auf der Strecke? Augenscheinlich haben auch Ihre Chefs Sie bereits in die Kategorie „Mädchen für alles“ eingestuft, die zufrieden ist mit dem was sie tut und für gute Harmonie im Team sorgt. Kann es sein, dass Sie für eine Beförderung gar nicht ins Auge gefasst werden, weil Ihre Chefs gar nicht wissen, dass Sie sich für diese Position interessieren? Machen Sie sich bewusst, dass Sie als gute Seele im Team zwar gemocht, aber nicht unbedingt befördert werden. Beförderungen passieren in den seltensten Fällen automatisch, sondern diejenigen, die laut klappern bekommen oft den Zuschlag (natürlich muss auch die fachliche Qualifikation stimmen). Ich will damit sagen, dass es auch Ihre Aufgabe ist, Ihre Wünsche zu äußern und zu sagen, was Sie wollen. Freunden Sie sich mit dem Gedanken an, dass Konflikte oder nein sagen nicht grundsätzlich böse sind, sondern zum (Berufs-)Leben dazu gehören, ja sogar sehr bereichernd sein können. Seien Sie vorbereitet auf Aussagen wie: „Haben Sie einen Moment Zeit für mich?“ oder „Könnten Sie mir schnell einen Gefallen tun?“. Lächeln Sie freundlich und lernen Sie auch einmal nein zu sagen. Es wird Ihnen am Anfang schwer fallen und auch für Ihre Kollegen und Kolleginnen wird es eine ungewöhnliche Situation sein. Aber alleine schon die Tatsache, dass Sie über dieses Thema sprechen zeigt, dass Sie erste Schritte gehen. Erwarten Sie nicht zu viel von sich, Veränderungen dieser Art sind nicht von heute auf morgen zu leisten, aber versuchen Sie es mit kleinen Schritten. Sie schaffen das! 

Bewerbungsfrust

Posted By afeder on 18. August 2009

Jobless manLucas M. fragt:
 
Anfang des Jahres habe ich meinen Job im Bereich Vertragswesen in einem mittelständischen Unternehmen verloren, weil mein Arbeitgeber Insolvenz anmelden musste. Anfangs war ich noch ganz optimistisch und dachte mir, ich werde bestimmt schnell einen neuen Job finden. Nach mehreren Monaten Arbeitssuche und etlichen Absagen bin ich mittlerweile sehr frustriert, stelle bereits mein eigenes Können in Frage, da mir die Bestätigung, die ich früher in meiner Arbeit bekommen habe fehlt. Ich bewerbe mich gar nicht mehr auf interessante Stellen aus Angst, erneut eine Absage zu bekommen. Haben Sie Tipps, wie ich mit dieser Situation besser umgehen kann?
 

Jobcoach Alexandra Feder antwortet:
Lieber Herr M., ich kann verstehen, dass Ihnen die Situation sehr nahe geht und es schwer ist, sich täglich von Neuem zu motivieren, wieder eine Bewerbung zu schreiben. Wichtig ist, mit diesem berechtigten und verständlichen Frust umzugehen, denn dieser Frust kann - auch wenn er noch so verständlich ist - kontraproduktiv werden, enorme Auswirkungen darauf haben, wie Sie sich bewerben, wie es Ihnen persönlich geht und vor allem was Sie gegenüber potenziellen Arbeitgebern ausstrahlen. Das gilt vor allem für persönliche Vorstellungsgespräche. Gehen Sie Ihren Frust direkt an, was nicht bedeutet, dass Sie sich alles schön reden und so tun als sei alles ganz normal. Aber auch hektischer Aktionismus führt zum Gegenteil. Gerade wenn Sie schon etwas länger arbeitsuchend sind, kennen Sie das Gefühl, dass Sie trotz der vielen vermeintlich freien Zeit das Gefühl haben im Stress zu sein, denn auch wenn man mal nichts tut, hat man ein schlechtes Gewissen und glaubt, man müsse doch etwas tun, um einen neuen Job zu bekommen. Es ist vielleicht einfach gesagt wenn ich Ihnen jetzt sage: Übernehmen Sie die Kontrolle, bleiben Sie am Ball und lassen Sie sich nicht entmutigen. Trotzdem, überlegen Sie sich beispielsweise, ob Sie schon alle Wege, die zu einem neuen Job führen können, ins Auge gefasst haben. Verlassen Sie sich nicht nur auf Stellenausschreibungen in der Zeitung, denn gerade in Zeiten schwieriger Arbeitsmarktlage sieht es auf den Stellenmärkten sehr mau aus, da Unternehmen aufgrund guter Bewerbermärkte Stellen teilweise gar nicht mehr ausschreiben müssen. Sehr wichtig ist aus meiner Sicht, dass Sie sich um sich persönlich kümmern, Ihren Alltag so organisieren, als würde ein normaler Arbeitstag vor Ihnen stehen. Nehmen Sie sich bewusst Zeit zum Entspannen, auch wenn das vielleicht etwas seltsam klingen mag. Entspannung kann ein wichtiger Schlüssel dafür sein, dass es Ihnen gut geht, Sie aktiv bleiben und auch einen überzeugenden Eindruck machen. Vertrauen Sie sich auch Freunden an. Ich weiß aus vielen Gesprächen, wie schwer es ist mit dem Thema Arbeitslosigkeit nach außen umzugehen, denn keiner spricht gerne darüber und es ist ein sehr sensibles und persönliches Thema. Manchmal kann ein offener Umgang aber hilfreich sein. Ein weiterer Tipp: Denken Sie bei der Gestaltung Ihrer Bewerbungsunterlagen immer an das Selbstmarketing, denn auch hier gilt: Wer überzeugt, hat mehr Chancen.   

 

Kündigung

Posted By afeder on 3. Mai 2009

Stempel mit Aufschrift KündigungHeinrich B. fragt:

Vor zwei Wochen habe ich aus betriebsbedingten Gründen eine Kündigung bekommen. Nach über zwanzig Jahren im Unternehmen hat mich die Situation hart getroffen und ich merke, dass mich das ganz schön mitnimmt. Ich weiß auch nicht wirklich, wie ich damit umgehen soll, da ich sehr niedergeschlagen bin und derzeit sicherlich kein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein ausstrahle.

Jobcoach Alexandra Feder antwortet: 

Lieber Herr B., zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass es keine Schande ist, seine Stelle zu verlieren. Sie haben doch 20 Jahre in einem Unternehmen gezeigt, was für ein wertvoller und qualifizierter Mitarbeiter Sie sind. Dass Sie völlig unverschuldet Ihren Job verlieren, ist nicht durch Sie verursacht und trifft im Moment leider viele Menschen. Unsere Zeit ist geprägt davon, zum einen weil Unternehmen sich in immer kürzeren Zyklen an Marktbedürfnisse anpassen müssen und weil sich Arbeit an sich verändert, weg von der lebenslangen Anstellung hin zu Patchwork-Karrieren. Außerdem wissen Personalentscheider in der aktuellen Zeit, wie schwierig der Arbeitsmarkt ist und dass Sie nichts für Ihren Jobverlust können. Auch wenn es momentan schwerfällt, schauen Sie nach vorn und überlegen Sie sich, wie Sie mit der Situation umgehen können, wie Sie die Zeit sinnvoll überbrücken können. Je aktiver Sie sind, desto geringer ist die Gefahr, dass Sie in ein Loch fallen. Da ich nicht weiß, in welchem Bereich Sie tätig sind und Ihnen so keine gezielten Tipps geben kann, möchte ich Ihnen sagen: Betrachten Sie Ihre Stärken und das was Sie auszeichnet. Ich bin mir sicher, Sie werden eine Menge aufzählen können! Versuchen Sie die Zeit jetzt durch nachweisbare Aktivitäten zu nutzen. Vielleicht können Sie eine Fortbildung machen oder haben Netzwerke, auf die Sie zugehen können. Fast noch wichtiger ist: Nehmen Sie die Kündigung nicht persönlich! Alles Gute auf Ihrem weiteren Weg.

Dritte Seite

Posted By afeder on 3. Mai 2009

Die sogenannte Dritte Seite ist mittlerweile sehr verbreitet und wird im Rahmen einer Bewerbung immer häufiger genutzt. Sie dient dazu, eine persönliche Note in die Bewerbung zu bringen und sich von Mitbewerben abzuheben. Es gibt verschiedene Arten von Dritten Seiten, ein Beispiel ist ein Kompetenzprofil. Dieses Profil ermöglicht es, dem zukünftigen Arbeitgeber noch mehr Persönlichkeit oder Motivation zu zeigen und nicht nur die fachlichen Qualifikationen darzulegen. Da Unternehmen nicht nur fachlich kompetente Mitarbeiter einstellen möchten, sondern Persönlichkeiten suchen, kann eine gut gestaltete Dritte Seite durchaus ein Pluspunkt sein. Aber sie muss wirklich ein „Hingucker“ sein, Überschriften wie „Was Sie noch über mich wissen sollten“ wirken langweilig und finden sich in jedem Bewerbungsratgeber wieder. Deshalb lieber weglassen, als hier nochmals das zu wiederholen, was bereits im Anschreiben oder dem Lebenslauf beschrieben wurde. Erwartet wird dieser Zusatz in der Bewerbung sicherlich nicht, aber durch die Dritte Seite lassen sich bei guter Gestaltung durchaus positive Effekte erzielen.

Telefoninterview - Bei Anruf Job

Posted By afeder on 19. März 2009

téléphone orangeEs gibt viele Unternehmen, die als erste Stufe im Rekrutierungsprozess das Telefoninterview nutzen. Die Unternehmen können sich so einen sehr guten ersten Eindruck vom Bewerber machen, sparen Zeit und Kosten. Es gibt sowohl rechtzeitig vorher angekündigte Interviews, aber es kann auch die Situation eintreten, dass Sie unerwartet und ohne Vorankündigung angerufen werden. Hier erwartet jedoch niemand, dass Sie sofort Zeit haben. Sollte der Anrufer Sie in einem ungünstigen Moment erreichen, bedanken Sie sich für den Anruf und fragen Sie höflich, ob Sie zurückrufen können. Es wird nicht erwartet, dass Sie sofort Gewehr bei Fuß stehen wenn der Anruf kommt. Allerdings gibt es einige Regeln im Telefoninterview zu beachten: Schaffen Sie ein störungsfreies Umfeld. Laute Geräuschkulissen im Hintergrund machen keinen guten Eindruck. Sorgen Sie für guten Empfang, wenn Sie vom Handy aus telefonieren. Vermeiden Sie Trinken oder gar Essen. Ihr Gegenüber nimmt das wahr und schließlich geht es hier nicht um Small talk, sondern um die erste Hürde zum neuen Job. Sprechen Sie den Interviewer immer wieder mit seinem Namen an, das schafft Nähe. Auch beim Telefoninterview gilt: Gute Vorbereitung ist alles! Sie müssen wie im normalen Vorstellungsgespräch durch Persönlichkeit und Souveränität überzeugen und Ihren Werdegang überzeugend darstellen können. Haben Sie außerdem Ihren Terminkalender parat, denn es kann sein, dass der Gesprächspartner am Ende des Gesprächs mit Ihnen einen Termin für ein nächstes Gespräch vereinbaren möchte.